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DSGVO – Wie geht’s weiter?

Am 25. Mai tritt in der EU die Datenschutzgrundverordnung, kurz “DSGVO”, in Kraft. Diese vereinheitlicht das strenge Datenschutzrecht aller europäischen Staaten und sorgt somit für einen noch besseren und wirksameren Schutz eurer Daten sowie der Daten eurer Kunden.

Was ändert sich mit der DSGVO?

Eigentlich ändert sich nicht viel. Die deutsche Gesetzgebung zum Thema Datenschutz war bereits bisher sehr streng, sodass die Änderungen eher in den Details liegen. Der Schutz eurer Daten ist uns auch schon immer ein wichtiges Anliegen gewesen, in das wir viel Geld und Mühe investieren. So liegen eure Fotos bei PicDrop nur auf deutschen Servern und unterliegen somit automatisch der deutschen Rechtsprechung und dem deutschen Datenschutz.

Allerdings ist das Thema DSGVO in den letzten Monaten heiß und teilweise unsachlich diskutiert worden. Wir haben bemerkt: unter Fotografen breitet sich eine leichte DSGVO-Panik aus. Daher möchten wir hier kurz erläutern, wie wir mit dem Thema umgehen.

Was ändert sich für euch?

Die Änderungen für euch lassen sich in zwei Bereiche unterteilen: Der erste Bereich betrifft euren Account bei PicDrop. Hier wird sich nicht viel ändern. Wir werden spätestens zum Inkrafttreten der DSGVO unsere Datenschutzbestimmungen und wenn notwendig auch unsere AGB überarbeitet haben und euch rechtzeitig darüber informieren. Da eure Rechte als Kunde mit der DSGVO deutlich gestärkt werden, geschieht dies nur zu eurem Vorteil.

Der zweite Bereich betrifft eure Arbeit mit euren Kunden und hier wird das Thema “Auftragsverarbeitung” wichtig.

Auftragsverarbeitung (AV)

Wenn ihr persönliche Daten eurer Kunden mit Hilfe eines Dienstleisters (wie z.B. PicDrop) verarbeitet, handelt es sich dabei um eine Auftragsverarbeitung (früher hieß das dann Auftragsdatenverarbeitung oder ADV; ist aber im Prinzip das gleiche). Diese Auftragsverarbeitung muss vertraglich geregelt werden, was sicherstellt, dass der Dienstleister (also wir) sich an die Regeln der DSGVO hält und den Schutz eurer Daten (und die eurer Kunden) auch sicherstellt, wenn er diese wiederum an Dritte weitergibt.

Daten weitergeben? Muss das sein?

Ein Beispiel: Um einen Newsletter zu versenden oder Geld für die monatlichen Beiträge von eurem Konto abbuchen zu können, nutzen wir wie jede andere Website verschiedene, seriöse und zuverlässige Dienstleister, die uns dabei unterstützen. Wir wählen diese Dienstleister sorgfältig aus und stellen über Verträge sicher, dass eure Daten auch dort sicher sind und alle Beteiligten sich an die hohen gesetzlichen Datenschutzstandards halten.

Im Rahmen der Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung listen wir die Dienstleister, mit denen wir zusammenarbeiten, genau auf und halten euch bei Änderungen auf dem Laufenden.

Muss ich eine AV-Vereinbarung abschließen?

Der Abschluss einer solchen Vereinbarung mit uns ist freiwillig. Das entscheidende Kriterium ist vielmehr, ob ihr “personenbezogene Daten” eurer Kunden (also “Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person […] beziehen”; §4 DSGVO) über PicDrop verarbeitet. Nach Einschätzung einiger Experten könnten unter diesen Begriff bereits Portraitfotos fallen. Je nach Art eurer Arbeit muss das jedoch nicht sein. Entscheidend ist immer der konkrete Einzelfall.

Wann kann ich eine AV-Vereinbarung abschließen?

Wir bereiten aktuell eine solche Vereinbarung vor. Rechtzeitig vor dem Stichtag am 25. Mai werdet ihr die Möglichkeit bekommen, einen Vertrag herunterzuladen, der alle notwendigen Details regelt. Dieser benötigt dann neben einigen Details vor allem eure Unterschrift. Danach könnt ihr ihn zurück an uns schicken. Fertig. Selbstverständlich bieten wir euch diese Vereinbarung unabhängig von eurem gewählten Tarif und ohne zusätzliche Kosten an.

Das war’s schon?

Ja, das war’s schon.

Muss ich als Fotograf noch etwas wissen?

Ja. Auch Fotografen sind ab dem 25. Mai verpflichtet, sich an die DSGVO zu halten. Zwar wart ihr auch bisher schon im Rahmen der strengen deutschen Gesetze zu vielen Dingen verpflichtet, jedoch kann ab dem 25. Mai eine nicht DSGVO-konforme Datenverarbeitung drakonische Strafen nach sich ziehen.

Gerne würden wir euch hier beraten, aber leider sind wir keine Anwälte, weswegen wir euch bitten, euch für die nötigen Updates eurer Website, Vertragsvorlagen etc. an euren Anwalt oder entsprechend fachlich kompetente Berater zu wenden. Ein erster Schritt für das grobe Verständnis ist hier ganz sicher der Podcast “Uncle Bobcast” von den Hochzeitsfotografen Nils Hasenau und Manuel Gutjahr, die sich mit einem Anwalt zu dem Thema DSGVO-Panik unterhalten haben.